Die Zahl der Betrugsfälle mit gefälschten Maestro-Karten steigt seit Monaten. Darüber berichtet die "Welt" in ihrer Online-Ausgabe. Die Betrugsfälle mit gefälschten Maestro-Karten machen laut der Euro Kartensysteme GmbH knapp die Hälfte der Betrügereien aus. Rund 460 Geldautomaten sind im vergangenen Jahr manipuliert worden - 50 Prozent mehr als noch 2006.
Denn diese Fälschungen gelingen leichter als man denkt. Geldautomaten werden unauffällig präpariert. Wenn jemand dann an einem solchen Geldautomaten Geld abhebt, werden die Daten von der Maestro-Karte kopiert. Die Geheimzahl wird etwa mit einer dünnen Tastatur über dem Eingabefeld oder einer Mini-Kamera ausgespäht. Mit den so erlangten Daten fertigen die Täter dann Kopien der Karten an und räumen damit die Konten ahnungsloser EC-Kartennutzer leer.
Thomas Hagen von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein rät. Man solle Geldautomaten vor dem Gebrauch daher genau prüfen und die Geheimnummer immer nur verdeckt eingeben. Wer die Kontoauszüge regelmäßig kontrolliert, entdeckt so mögliche Betrügereien schneller. Stellt man mysteriöse Kontobewegungen fest, sollte man die Karte umgehend sperren lassen.
Anders als bei Verlust oder Diebstahl müssen die Kreditinstitute für den entstandenen Schaden haften, da sie für das korrekte Funktionieren der Geldautomaten verantwortlich sind. Dennoch bedeutet die neuen Betrugsmaschen viel Ärger für die Kunden und Verluste für die Banken. "Es ist unverständlich, dass es bis heute keine einheitliche, sichere europäische Karte gibt", ärgert sich Hartmut Strube von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. Da es keinen einheitlichen Sicherheitscode gibt, sei den betrügerischen Banden Tür und Tor geöffnet.